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Willkommen zu Abnehmen ganz sicher, Thema Die bewegte Frau Mann o Mann!
08.03.2005 09:49 Uhr Die bewegte Frau Mann o Mann! Kinder kriegen und Karriere machen: Die berufstätige Frau ist immer für einen Anspruch gut. Wir haben für sie zum Weltfrauentag ein ABC der alltäglichen Hirnwäsche zusammengestellt. Von Nicola Holzapfel
Q wie Quote: Ursprünglich: hilfloser Versuch, Frauen in ihrem Berufsweg zu unterstützen. Inzwischen: Unwort, mit dem keine Frau etwas zu tun haben will. Foto: photodisc Arbeit: Gilt auch bei fünf Millionen Arbeitslosen als Selbstverständlichkeit. Besonderheit für Frauen: die Frage nach dem richtigen Beruf. Beruf, richtiger: Ein richtiger Beruf ist ein Beruf, der kein Frauenberuf ist, wie zum Beispiel Arzthelferin, Erzieherin oder Altenpflegerin. Wer so einen Job wählt, ist selbst schuld, schließlich rennt er (sie) offenen Auges in ein Berufsleben mit geringem Gehalt und ohne Perspektive. Schlecht bezahlte Frauenberufe sind also eine individuelle Angelegenheit und nicht etwa ein gesellschaftliches Problem. Warum werden sie eigentlich so gering geschätzt? Egal. (siehe: Ingenieurin, Informatikerin)Chefin: Anzustrebende Position. Deutschland: Land der Über-Mamas, die es nicht fertig bekommen, gleichzeitig Karriere zu machen und nebenbei mal mehrere Kinder aufzuziehen. (siehe auch: Kinder)Elternzeit: Bei Personalverantwortlichen und Männern gleichermaßen ungeliebte Möglichkeit, dass Eltern ihren Arbeitsplatz vorübergehend verlassen, um die eigenen Kinder zu betreuen. Wird von weniger als zwei Prozent aller Väter genutzt. » Frauen: Noch nicht ausgeschöpfte menschliche Ressource. Könnten mehr Kinder und Karrieren machen. « Frauen: Noch nicht ausgeschöpfte menschliche Ressource. Könnten mehr Kinder und Karrieren machen.Gehalt: Für Frauen niedriger als das ihrer männlichen Kollegen. Laut Studien im selben Job im Schnitt um zwölf Prozent. (siehe: Y-Chromosom)Hausmann: kocht, wäscht, kümmert sich um die Kinder. Taugt dennoch nicht als Lösung für berufstätige Mütter, da gesellschaftlich nicht akzeptiert. Letzteres kann am männlichen Selbstwertgefühl nagen, was doch keine Frau will. (siehe: Mütter, erwerbstätige)Informatikerin, Ingenieurin: Berufe, in denen laut Branchenverbänden bald wieder Fachkräftemangel herrschen soll. Daher wird um Studentinnen geworben. (siehe Beruf, richtiger). Es gibt bereits Experten, die befürchten, dass die Attraktivität dieser Berufe mit zunehmenden Frauenanteil abnehmen könnte. Jammern: Grundsätzlich unangebracht. Kinder, mehrere: Gesellschaftliches Postulat. Ohne wird frau spätestens ab einem Alter von 30 von Kollegen, Nachbarn, Eltern, Freunden freundlich insistierend und immer wieder aufs Neue gefragt: 'Und: wann ist es bei Euch so weit?'. Mit 'nur' einem Kind lautet die Frage: 'Und wie sieht’s mit dem Zweiten aus?'Laufbahn: Erfolgreich zu absolvieren, ansonsten ist frau wahlweise an der gläsernen Decke, die Frauen bekanntlich vom Durchbruch in die Führungsetagen abhält, oder sich selber (siehe: Ratgeber-Autoren) gescheitert. Dass auch nicht jeder Mann Karriere macht, interessiert hier nicht. (siehe auch: Chefin, Statistik) » Mütter, erwerbstätige: Frauen, die etwas für die Gesellschaft tun. « Mütter, erwerbstätige: Frauen, die etwas für die Gesellschaft tun. Sie setzen spätere Beitragszahler in die Welt und zahlen selber in die Staatskasse ein. (siehe auch: Teilzeitjob)Nein: Laut Ratgeber-Autoren unentbehrlich für berufliches Fortkommen. Das sollen Frauen sagen, wenn sie (von Männern) mal wieder Fleißaufgaben zugeteilt bekommen, für die weder Ehre noch Karriere winkt. (siehe: Ratgeber-Autoren) Ordnung, gesellschaftliche: In Unordnung seit Frauen die selben Rechte in Job und Partnerschaft wollen wie Männer.Pausen-Taste: Fehlt leider in der öffentlichen Debatte über das Thema Frau und Beruf. Quote: Ursprünglich: hilfloser Versuch, Frauen in ihrem Berufsweg zu unterstützen. Inzwischen: Unwort, mit dem keine Frau etwas zu tun haben will.Ratgeber-Autoren: Moderne Märchenerzähler, die simple Allerweltsweisheiten weiter verbreiten.Statistik: Wird gerne als Argumentationshilfe dafür hergenommen, dass mit den Frauen in Deutschland etwas nicht stimmt. Betrifft zu selten den männlichen Teil der Gesellschaft. Interessante Aspekte wären z.B.: Geburtenraten bei Männern. Wie viel Prozent aller Männer machen Karriere? (siehe: Laufbahn) » Teilzeitjob: Kein richtiger Beruf. « Teilzeitjob: Kein richtiger Beruf. Ausübende fordern wenigstens keine Ganztagsbetreuung. Dient Müttern laut Statistischen Bundesamt nur dazu, das Familieneinkommen aufzubessern. Kann laut Armutsbericht der Bundesregierung die Gefahr bergen, im Falle einer Trennung als Alleinerziehende zu verarmen. Überdruss: Weibliches Empfinden angesichts lautstarker und folgenloser Debatten über (wahlweise) Kinderlosigkeit, Krippenbetreuung, Karrierehemmnisse.Väter: Fallen dadurch auf, dass sie abends mitunter besonders gern besonders lang in der Arbeit bleiben und so Karriere machen.Weiblichkeit: Im Berufsleben problematische Eigenheit von Frauen.X-beliebig: Gründe, Frauen nicht zu befördern. » Y-Chromosom: Grund für mehr Gehalt « Y-Chromosom: Grund für mehr Gehalt. (siehe: Gehalt)Zeit, keine: Allgemein akzeptierter Seinszustand, fällt bei erwerbstätigen Müttern daher nicht weiter auf. (siehe: Mütter, erwerbstätige)(sueddeutsche.de) Artikel drucken Artikel empfehlen Kontakt zur Redaktion
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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